Entscheidung heißt Massenmord von Ideen

sieben Stunden Workshop für die Idee der Ideen zum digitalen Geschäftsmodell

Auswahl der Idee fürs digitale Geschäftsmodell

so geht das in etwa…

Die TOP one Idee ist gewählt worden! Gestern waren wir im Headquarter und haben einen 7 Stunden Workshop durchgeführt um unserer Geschäftsleitung und dem Projektteam die Entscheidung zu erleichtern.
Aber wie kam es dazu?
Vorbereitung
Wir haben vor dem alles entscheidenden Workshop alles getan, um die Entscheidung möglichst Kundenzentriert fällen zu können. Dafür war einiges an Messungen und Erhebungen notwendig – insgesamt waren wir ja bei noch 13 Geschäftsideen, die alle in irgendeiner Form validiert werden mussten:
In erster Linie haben wir uns mit Kundeninterviews abgesichert, insgesamt noch einmal 13 Stück. Aber wir haben auch noch einmal interne Interviews mit Experten geführt und für manche Ideen haben wir auch einige Wettbewerber befragt. Spannend war insbesondere, die Ideen im One-Scentence Pitch vorzustellen, Hypothesen abzuklappern und dann sogar bis zum Pricing Details abzustimmen und das imaginäre Produkt gemeinsam mit den Kunden auszudenken.
Weitere Anhaltspunkte für eine Gute Idee generieren wir mit Google-Survey. Einer coolen Möglichkeit, schnell und günstig Marktforschung zu betreiben und Informationen von B2C Usern zu erhalten.
Mailings und Landing-Pages gemeinsam mit Facebook und Ad-Words Werbung generieren ebenfalls verwertbare Informationen über die Brauchbarkeit der ausgedachten Ideen.

Hauptinhalt des Workshops

Unser Workshop soll die Ideenvalidierung so verdichten, dass wir am Ende eine einzige herausfiltern können und zwar die beste für unser Unternehmen
Hauptinhalt des Workshops ist somit das Aussortieren der schlechteren Produktideen.
Vor dem WS machen bereiten wir den ersten Steilpass vor: nur 5 Ideen werden detailliert ausgearbeitet. Dafür setzten wir uns bis 23 Uhr zusammen und diskutieren die Ideen durch und erstellen ein Ranking.
Das Ranking wird nun geprüft und gegen verschieden Bewertungskriterien gehalten:

Strategie

Fit zur Marke
Fit zur Unternehmensstrategie
Kompetenzen / Ressourcen
Daten

Kundenvalidierung

Qualitativ
Quantitativ

Business-Potential

Zielgruppe
Monetarisierung
Implementierung
Plattform Potential
Wettbewerb

Ideen-Vorstellung

Dass ich hier die Ideen nicht vorstelle ist natürlich klar, aber ich kann eine kurze Umschreibung liefern, was wir so alles im Angebot hatten; ein Pottporie von verschiedenen Ansätzen. Gerne mehr dazu in einer PN, aber ich werde hier natürlich diskret bleiben und meinen Arbeitgeber und damit auch meine Zukunft mit der Idee schützen 🙂

Eine disruptive Idee, Zitat: „Oh Revolution!“
Eine Netzwerk-Idee, schwer zu monetarisieren
Eine Idee, die Schlagzeilen erzeugt, aber riskant ist.
Ein Angriff auf unsere Mitbewerber durch Zurverfügungstellung von INformationen
Eine B2C Idee.

So haben wir die Ideen in etwa auf der entscheidenden Matrix aufgetragen:

so wurde die Entscheidungsmatrix ungefähr aufgebaut

um ein Voting der besten Idee durchführen zu können, müssen die relevanten Informationen strukturiert dargestellt werden

Wahl in der Gruppe

In der Gruppe stellen wir alle TOP5 Ideen noch einmal vor. MIt Bewertungen aller oben genannten Kriterien, und in aller Detailtiefe. Vorstellungszeit pro Idee. Danach lassen wir alle Teilnehmer Voten: Projektteam, Geschäftsführer, alle die da sind. Und dann sehen wir uns das Ergebnis an. Ein knappes Rennen zwischen zwei völlig unterschiedlichen Lösungen.
Es wird wild diskutiert, die GF präferiert eine politisch unkomplizierte Idee und am Ende stimme ich als einziger gegen diese. Es ist aber geschafft, wir wissen jetzt unser finales Thema. Wir können uns jetzt austobe und die Idee zum ersten Leben erwecken… zumindest im Mockup und in einigen Details.

Aussicht

Wir erstellen jetzt ein Business Proposal: Designer, ITler, Produktmanager, Inhaltsexperten unseres Unternehmens und Marketer werden in den letzten 2 Wochen eine große Rolle spielen und das Proposal inhaltlich begleiten… stay tunend!

Status Update – Validierung jetzt mal anders

Hallo zusammen,

ich mach mich mal an ein neues Kapitel im unendlichen Tal der Tränen auf. Nein so schlimm ist es nicht, aber ich fange mal seit dem LA (Lenkungsausschuss) an zu berichten. Das ist jetzt auch schon wieder 13 Tage her.
Unsere Geschäftsführung war nicht so ganz Entscheidungsfreudig und das führte dazu, dass wir nach dem LA noch ganze 13 (!) Business/Plattform/Marktplatz-ideen dahei haben. Das ist einfach mal 8 Ideen zu viel für den Stand des Projektes. Aber da wir auch im Voraus ziemlich unter Druck standen, konnten wir eine Entscheidung nicht erzwingen (wir waren uns im Projektteam auch nicht sicher, wo die Reise hinführen soll).

13 Ideen

Also haben wir nun unsere 13 (dreizehn) Ideen. Nächter Schritt: Kundeninterviews terminirern! Die Ideen wollen nun genauer verbrobt werden, darüber müssen wir sprechen. Also ran an Outlook und Termine machen. Insgesamt werden wir also in dem Monat bis zur TOP1Entscheidung ca. 25 weitere Interviews durchführen, das ist am 27.11.! Das bedeutet: 1,25 Stunden telefonieren täglich. Dann dokumentieren und diskutieren.
Wir haben mittlerweile für 4 Ideen Prototypen auf Papier gebracht: Wenn Kunden in unser Büro kommen, können wir auch vor Ort über unsere Produkte sprechen. Des weiteren kommen nun auch neue Methoden zum Einsatz. Wir messen und werden quantitativ! Fünf unserer Ideen werden jenseits des Telefons validiert:

Umfrage auf Papier

Zum einen veranstalteten wir letzten Donnerstag und Freitag zwei Kunden-Events, zu denen wir eine Idee per „paper-pencil“- Formular einige Informationen eingeholt haben. Inhaltlich ging es um Internationalisierung, da benötigten wir weiteren Input der Kunden, den wir mit dieser Methode prima einholen konnten.

Umfrage per Web

Um die Umfrage-Teilnehmerzahlen noch einmal deutlich zu erhöhen, erstellen wir ein Emailing für einen unserer Kunenverteiler. Mit der Bitte, eine 5-minütige Umfrage auszufüllen, gehen wir auf die Kunden zu. Das Mailing wird mit einem Tracking versehen. Unsere Software kann ich dafür nicht so sehr empfehlen wie das Tool Cleverreach.com! Hier kann man umgehend KPIs wie Öffnungsrate (so interpretieren wir die Relevanz des Themas anhand des Betreffs) , Bouncerate (Email nicht mehr vorhanden?), oder Klickrate (so interpretieren wir die erweiterten Interessen des Kunden) auslesen.

Landingpage

Um weitere Interessen der Kunden auslesen zu können, erstellen wir einige Prototypen als Landing-Pages. Die Landing-Pages enthalten nur einige USPs und Values der Produkt-Ideen. Von einem Grafiker und einem Texter werden die Inhalte so aufgehübscht, dass der Kunde denkt, ein komplettes Produkt vor sich zu haben. Im Anmeldeprozess wird dann nach und nach klar, dass es sich um eine Abfrage handelt. Zum Schluss des Prozesses wird der User dann aufgeklärt, dass das Produkt noch nicht existiert und dass er sich in einen Email-Newsletter eintragen kann um weiter Informationen zu erhalten.

Landingpage für unser Innovatiosprojekt

Landingpage für unser Innovatiosprojekt (zensiert)

Traffic auf die Pages

morgen früh werden wir drei unserer internen „heiligen“ Kundenverteiler nutzen und die entsprechenden Mails verschicken. „Wenig Info“ sagt unsere Kommunikationsexpertin, als ich ihr die drei fertigen Texte für die Mails sende, „aber knackig“. Genau das ist der Plan: Interesse wecken, -klick- , Email lesen, -klick-, Button (CTA) drücken -klick- und ab auf die Landing-Page, die sowieso alles misst und trackt, was geht. Jeder klick zählt… und wird gezählt 🙂

Aber die Mails reichen nicht aus: Wir haben ein Werbebudget von 4T€ zur Verfügung. Wir kaufen uns die Klicks! Die Zielgruppe lässt sich bei Facebook und Google einfach bestimmen. Adwords und Facebook-Ads helfen uns, weiteren Traffic zu generieren. So kann man auch Ideen validieren. Und das macht Spaß!

so geht’s weiter:

Eigentlich wird’s jetzt eher entspannt, dachten wir, aber durch 8 Ideen, die telefonisch gepitcht werden sollen, kann die nächste Zeit stressig werden. Also Testen, messen, quatschen stehen jetzt erstmal auf der Tagesordnung…

 

und bei dir? was digitalisiert du gerade? hast du auch einen digi/automatisierungs/it Plan? – Ich freu mich über ein kurzes Feedback!

Tool #1 : Trello

“ Trello? Das ist ein cooles Tool, damit erstellen meine Freundin und ich die Einkaufsliste“ das sagt mein Chef zu dem Tool. Ich liebe es, hier die Planung reinzugeben, gemeinsam mit den Kollegen und Team-Members die Boards zu befüllen und dann final alle Punkte in den Ordner „fertig“ zu werfen!Trello hilft beim Coworking

Pro: Wenn du viele ToDos hast, oder wenn du in einem Projekt mit mehreren Leuten steckst: www.trello.com wird dir helfen!

Contra: Die Daten liegen halt bei Trello. Das sollte mal kurz erwähnt sein.

 

 

 

Vertrauen weg…

Oh oh wir überschlagen uns! Und das gleich mehrfach.
Nach unserem Workshop vergangenen Freitag haben wir 11 Tage Zeit für die Vorbereitungen zum LA, dem Lenkungsausschuss. Da die Zeit knapp ist und die Aufgaben mannigfaltig, geht’s schnell weiter im Programm:

1. Priorität: Termine machen, Interviews anfragen
2. Priorität: Lenkungsausschuss planen und TOP 5 Ideen validieren
3. Priorität: Workshop-Ergebnisse präsentabel machen
4. Priorität: Kollegen und Vorgesetzte glücklich machen

1. Nach dem Workshop ist vor dem Workshop

Genau so gehen wir also an die nächsten 11 Tage heran: Wir müssen unsere Ideen dringend valide machen. Dafür müssen Kundengespräche herangeschafft werden und zwar viele! Also ran ans Telefon und Kollegen anrufen: „Kannst du
im nächsten Gespräch auch gleich einen Termin für und klarmachen?“ – so kommen wir effizient an weitere Kunden und an warme Kontakte und können insgesamt 18 Interviewtermine festmachen! Das in kürzester Zeit finde ich eine krasse Leistung. Leider keine Zeit für Freudentänze, wir müssen in die Interviews und das ganze muss in guter Form beim LA aufbereitet sein. Die GF braucht ein Gefühl dafür, was wir hier tun, denn die Leute sollen unsere zweite Runde irgendwann beauftragen.

2. Priorität

Wir validieren Ideen, das funktioniert in etwa so: Ein Kunde beschreibt uns eine Leistung, für die er bereit wäre, Geld auszugeben. Das Thema nehmen wir auf unsere Ideen-Liste und direkt beim nächsten Kunden fragen wir, was er von der Idee des Vorgängers hält. So kommen wir langsam aber immer sicherer auf unsere Themen, die wir im LA vorstellen wollen. Zum Glück haben wir ja auch die Ideen aus unseren Workshops, die wir ebenfalls validieren können, um so einen Ideen-Strauß zu haben. Und da sind schon echt ein paar -auch disruptive- Ideen dabei 🙂

Turbulenzen

Eigentlich läuft das Projekt prima auf den LA Termin zu, aber leider gibts starke Turbulenzen mitten in der heißen Phase! Eingeläutet werden diese durch einen Status-Call, in dem das Sounding-Board und die GF ein Update von uns, dem Projektteam erhalten. Mitten in der Anfangs-Lob-Hudelei wird XXXX (CFO) undgeduldig und direkt: „Jetzt hamma uns 15 Minuten auf unsere Schultern geklopft, jetzt kommt mal zum Punkt!“

Der Call hat Nachbeben zur Folge, die letztlich zum Kopf-Rollen führen wird… Aaber zuerst: Ich werde direkt nach dem Call von XXXX aus dem Sounding-Board angerufen, wir Projektleiter sollen doch bitte mehr aus dem Doing berichten,
kein Meta-Gelaber, dann kommt eine weitere Email vom GF-Paten mit ähnlichen Worten… scheinbar haben wir zu viel Berater-bla-bla  von uns gegeben…
Am Wochenende (noch 4 Tage bis zum LA) treffen wir alle aufeinenader. Führungskreis-Meeting in der Hauptstadt. Es wird wild diskutiert und infiltriert. SO sitze ich plötzlich statt mit dem Leiter IT, sattt mit den Cool Kids beim Abendessen:
1,5h Dauerbeschallung. Tenor: „Ich möchte, dass MEINE Idee besonders „richtig“ in den INterviews gepitcht wird“. Zum Ende seines Monologs bin ich so müde und willenlos, dass ich nur noch jaja sage.
Mein letztes AUfbäumen lässt seinen Geduldsfaden endgültig reißen.
Er: Das ist ein so wichtiges Projekt für uns, so viel Geld haben wir noch nie ausgegeben für ein Projekt, dass muss klappen. Wenn ich das verantworten würde, müsstet ihr mir alle Folien einzeln präsentieren vor dem LA.
Ich: Ich könnte mir auch vorstellen, das wir ein mickriges Nischenprodukt als Ergebnis haben werden…
Er (panisch): Das will ich so nicht verstanden wissen!!
Ich: Dann solltest du das mit dem SoundingBoard abstimmen…

Eine deutlichere Misstrauens-Bekundung kann man mir eigentlich nicht aussprechen, er verschwindet zu Stephan, meinem Kumpel aus dem Sounding-Board. Ich sehe die beiden den restlichen Abend schwer diskutieren…
Einen Tag drauf treffen sich Anna Andreas(GF) und ich für 30 Minuten Lunch-Break und wir werden noch einmal enabled: Macht euch sichtbar, leitet die Inhalte des Projekts und wir vertrauen euch und wollen euch in den Themen sehen… Aber auch:
„Vergesst nicht unsere Assets! Ich erwarte eine Aussage zu unseren eigenen Produkten und ich brauche dazu externen INput!“
Kurz  darauf treffe ich Felix aus der GF. Er nordet mich auch noch einmal ein:

Seid mutig!

 

 

cheap fast good

2. Workshop – Gehirnmarathon

Workshop #2

Vorgestern war unser zweiter Workshop in Düsseldorf. Es wird konkreter und die Ideen werden gezielter definiert um diese in den nächsten Interviews zu verproben.

Drei Ideen-Quellen

Um unseren Kollegen möglichst viel Inspiration zu liefern, haben wir drei Sessions mit „Spot-Lights“ geplant: Wir stellen zunächst unsere Kunden mit deren Painpoints vor und zeigen anhand unserer Customer Journey auf, an welcher Stelle Schmerzpunkte /Painpoints genannt wurden. Im Laufe des Workshops stellen wir noch unsere bisherigen Digital-Produkte vor und noch den Markt und dessen Wettbewerber-Produkte.

Vorgehen der drei Sessions

Alle Painpoints (auf roten PostIts) wurden kurz erläutert und dann an die Wand geklebt. Auch ein Point of View unserer Zielgruppen wird erarbeitet und als „Anker“ auf einer Wand fixiert. Diese Anker dienen als Zentrum des Brainstormings. Keine Ideen ohen Bezug zum Anker.
Jetzt ging es zum ersten Brainstorming über: Drei Runden im high-ppeed Ideen Generator… alle Ideen werden in Masse produziert und vor der jeweiligen Kleingruppe schnell vorgestellt… Ein Keyword, dann eine kurze Erläuterung. Jeder Teilnehmer hat sechs Ideen und mehr pro Runde, die Köpfe qualmen! Nach der Vorstellung unserer Ideen gehen wir sofort eine Runde weiter. Wir erstellen den ersten Business Canvas unserer Lieblings-Idee, der die drei Hauptfragen bespielt:

  • Wer ist die Zielgruppe für unsere Idee?
  • Welcher Painpoint wird befriedigt?
  • Welche Features hat unsere Plattform Idee?

und auf der nächsten Seite zeichnen wir eine erste Ansicht unseres Systems in Form einer Skizze oder als Formulare.

Diese Ideen stellen wir der Großgruppe vor. Die Gruppe bewertet nachträglich alle Ideen mit Punkten: blauer Punkt: Wie hoch ist der Painfit der Idee, grünerPunkt: Wie hoch ist das Businesspotential. (Auch im Sinne der Strategie, z.B. Datenbeschaffung). So können wir in kurzer Zeit schon ein Ranking der Idee-Canvasses sehen mit den Antworten auf – Wo sind gute Ideen? Welche Ideen könnten ein großes Potential haben?
So geht es am ersten Tag weiter bis zum Abend hat jeder 2 Canvasses erarbeitet und viele Ideen vorgestellt bekommen. Beim Teamdinner ist die Luft völlig raus, keiner ist mehr wirklich in der Lage, große Gedanken zu fassen. Ich esse meine Pizza, schwatze noch etwas mit den Kollegen, die teils extra aus der Schweiz und Deutschlandweit angereist sind und verabschiede mich schnell und müde 🙂

Der nächste Tag verläuft genau so anstrengend: Wir brainstormen, kleben Punte, und füllen Canvasses aus. Diskussion soll es nicht geben. Immer konstruktiv bleiben! Dann kommt es zum Showdown: Wir erstellen eine Master-Idee aus allen drei Linien.

Die Master-Idee aus dem Workshop

Zum Abschluss unseres Workshops wird es dann noch einmal spannend: Wir pitchen! Das geht wie folgt: Wir erstellen unsere Idee der Ideen aus allen zuvor gesammelten Themen und Canvasses. Eine Minute pro Idee bekommen wir, um andere Kollegen in unser Team zu holen. Dann gehen wir in die gegründeten Teams und arbeiten den ersten Businessplan aus… Zum ersten Mal im Prozess warden die Themen: Umsetzbarkeit und Markt in Augenschein genommen.

Wir haben 40 Minuten im Team, um einen 10 Minuten Pitch vorzubereiten. Das Highlight des Workshops. Am Ende haben wir 4 tolle Ideen in den Pitches, die wir letzmalig bewerten und einen Gewinner ausloten. Einige Ideen greifen unsere Firma mit dem bestehenden Businessmodell radikal an, andere Ideen bieten eher einen Zusatznutzen zum bestehenden Portfolio. Hier stellt sich nun auch die Frage, wer was bewerten kann und sollte…

Wir fotografieren unser Werk der letzten zwei Tage, trinken eine Flasche Bier im Team und verabschieden uns in ein verdientes Wochenende.
Plan bis zum Ende des Monats: viele viele Interviews, Lenkungsausschuss vorbereiten, hier werden wir die TOP 5 Ideen mit den GF besprechen und festigen!

 

 

aktueller Zwischenbericht – 24h bis zum 2. Workshop

Es ist 0:29 und ich schreibe jetzt noch einen schnellen Eintrag für euch. Ich habe heute den ganzen Tag damit verbracht, wie ein Irrer Interviews zusammenzufassen.
Aber eins nach dem anderen.

Letzte Woche Montag haben wir mit den Kundeninterviews begonnen. Explorative Interviews um zu checken, was unsere Kunden so mögen uns was ihnen unter den Nägeln brennt. Das war sehr sehr sehr spannend! Ich hätte nicht gedacht, was in jeweils einer Stunde so alles herauskommen kann.

Wichtige Hilfsmittel waren zum einen

  • der Interviewleitfaden (für B2C und für B2B)

Der Interviewleitfaden hangelt sich durch die verschiedenen Themen des ersten Workshops. Kann unser Interviewee etwas mit den angedachten Problemen anfangen? Ist eine erste Idee valide? Alle diese Punkte sollte der erste Interviewleitfaden beinhalten. Der Leitfaden wird dann in der ersten Woche von Interview zu Interview angepasst.

  • Die Einleitung

Auch wenn es Teil des Leitfadens ist: Eine wichtige Information für den interessierten Kunden ist: Warum rufen Sie mich an oder warum sind sie hier? Das sollte in den ersten 3-5 Minuten den Interviews noch einmal besprochen warden. Wichtig sind die Sätze: „Wir sind am Anfang“, „es wird ein exploratives Interview“ und „wir werden auch Fragen furs Protokolll stellen“.

  • Die Rohmitschrift

Einer denkt und einer lenkt… oder so ähnlich. Jedenfalls bietet es sich an, das eine Person möglichst vollständig mitschreibt. Wort Wörtlich oder zumindest alle alle Sichpunkte, die im Gespräch fallen.

  • die Nachbereitung

für den nächsten Workshop ist eins wichtig: Die Nachbereitung. Wenn eine Stunde lang geredet wurde fällt eine große Menge an Informationen an. Dies muss schnells möglich „zentrifugiert“ werden. Alles, was nicht relevant ist wird ignoriert. Die Essenz wird in eine Struktur gebracht. Oben generelle Painpoints weiter unten in der Mitschrift: Ideen Validierungen. Die Ideen, die in den letzen zwei Wochen schon gekommen sind, werden nach und nach in die Interviews gepackt und dort validiert.

Die Nachbereitung dient auch einem weiteren Ziel: Dem 2. Workshop. Dieser ist übermorgen morgen schon im Rheinland. Also haben wir noch morgen den halben Tag, dann springe ich ins Auto und muss den Rest improvisieren.
Aber Meike, Anna und Ina sind ja auch noch da. Ich hoffe, dass wir den WS in 24h auf die Beine bekommen!

Gute Nacht!

Done is better than perfect

Den Projekt-Scope im Auge behalten

Heute ruft mich Jakob aus dem Soundingboard an. Ich ahne, dass es was Wichtiges zu besprechen gibt, denn er hat schon zweimal angeklingelt, während ich in einem Kundeninterview war: Was ist das wichtige Thema?
Davor muss ich nochmal ausschweifen: In den letzten Tagen gab es vermehrt Zeichen, dass die GF-Paten und unser Unternehmen scheinbar „nervös“ sind. Wir haben z.B. Anweisungen  bekommen, bestimmte Personen noch einmal zu interviewen und deren aktuelle Bemühungen unbedingt mit in die Betrachtung zu nehmen. Diese „nachträglichen“ Interviews waren mehr Stakeholder-Management als Ideen-Generierung… aber kein Problem, das ist in 2 Stunden abgehandelt. Aber das war noch nicht alles, zurück zum Anruf in meiner Leitung:

Berlin wie es leibt und lebt - Bier ist mein Yoga

Deshalb wurde ich nach Berlin geschickt – Bier ist mein Yoga

„Alle unsere bisherigen Digitalen Produkte müssen bewertet werden und in eurem Projekterbebnis eingebaut werden!“ Das ist die Erwartung von Andreas aus der GF… oh ha, o ha. Das ist eine schwierige Nummer, denn wir befinden uns ja eigentlich auf der grünen Wiese: wir wollen frei suchen und kundenzentriert sein. Wir machen kein DigitalPortfolio-Strategie Projekt.
In dem vorhergegangenen Gespräch zwischen Geschäftsführung und Jakob wurde plötzlich klar, dass xBend in der GF anders wahrgenommen wird, als bei uns. Man erwartet von uns nun eine Einschätzung zu „allen“ Produkten, die es bei uns schon gibt… möglichst detailliert.

Das kann ich nicht alleine besprechen, ich hole Meike in den Call. Nach fast zwei Stunden ist klar, dass wir uns auf Messers Schneide befinden, aber dass es einen geregelten Rückzug geben kann: Einige der alten Produkte könnten durch unsere Ideen obsolet werden. Welche, das können wir jetzt noch nicht bestimmen! Wir geben ja keine Inhalte vor, sondern die Kunden.
Also bestimmen wir eine Strategie:
Im Laufe des Projekts werden Aussagen zur Integrationsfähigkeit füe alle großen, vorhandenen Digital-Produkte ausgegeben. Sobald die TOP 5 Ideen feststehen, werden wir eine Übersicht der Produkte mit einbringen müssen. Auf Integrierbarkeit hin werden dann alle unsere Digitalprodukte nochmal bewertet. Ein Mehraufwand nur für unsere Stakeholder.
Produkte, die nicht mehr in die TOP 5 Produkte passen, werden sofort „freigegeben“ und können von den Product-Ownern frei weiterentwickelt werden.

Wir müssen jetzt noch im nächsten GF Call vorsichtige klarstellen, dass sich unser Projekt abgrenzt von einer Gesamt-digital-Strategie. Aber Meike macht das schon… ich lerne.

 

Tool #2: tricider.com

Heute habe ich ein neues Tool kennengelernt, dass ich gerne kurz vorstellen möchte: Tricider

tricider - das tool für entscheidungen

tricider.com – So schaut’s aus

Mit dem Tool gelingt es, Ideen zu sammeln und diese dann auch bewerten und zur Auswahl gelangen zu lassen.

Kurz: Lange Entscheidungen können im Team mit Deadline versehen werden -> Entscheidung mit Ansage!

Das Tool funktioniers so Ähnlich wie doodel, nur das hier kein Termin, sondern die besten Ideen gefunden werden. Wir haben so unseren Projektnamen quick and dirty eingetütet. Meike hat das Thema und eineige Ideen in die Runde geworfen. Die Abstimmung ging exakt 72 Stunden lang,  jeder konnte sich beteiligen. So konnten wir schon am Montag nach dem Kickoff einen Namen in der internen Kommunikation verkünden. Deciderr ist eine super Lösugn für genau diese Art von Problemen!

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